Was Full-Service-Catering alles übernimmt
Beim Full-Service-Catering übernimmt der Caterer die ganze Organisation der Verpflegung, von der Beratung vorab über Personal und Geschirr bis zum Abbau danach. Ein reiner Partyservice beschränkt sich dagegen im Allgemeinen auf die Lieferung von Speisen. Teilservice liegt dazwischen: Der Betrieb übernimmt zusätzlich zum Essen einzelne Leistungen, welche genau, legt jeder Anbieter selbst fest.
Die Preise der drei Stufen reichen von 18 bis 80 Euro pro Person. Eine reine Lieferung kostet 18 bis 30 Euro. Ein Grillbuffet mit Grillmeister vor Ort sowie Auf- und Abbau, ein Beispiel für ein Teilpaket, kostet 25 bis 50 Euro, und Full-Service mit Bedienung 45 bis 80 Euro.
| Leistung | Nur Lieferung | Teilservice | Full-Service |
|---|---|---|---|
| Planung und Beratung | nicht enthalten | je nach Angebot | inklusive |
| Servicepersonal vor Ort | nicht enthalten | je nach Angebot | inklusive |
| Geschirr und Gläser | nicht enthalten | je nach Angebot, Geschirrpauschale 0,75 bis 2 Euro pro Person | inklusive |
| Auf- und Abbau | Aufbau ja, Abbau nicht enthalten | je nach Angebot, etwa 30 Euro pro Stunde | inklusive |
| Preis pro Person | 18 bis 30 Euro | 25 bis 50 Euro im Beispiel Grillbuffet mit Grillmeister | 45 bis 80 Euro |
Ein großer Teil des höheren Preises ist Arbeitszeit. Jede zusätzliche Servicekraft kostet mindestens den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro je Stunde, dazu kommen Anfahrt und Vorbereitung vor der Feier. Für 50 Gäste heißt das: Eine reine Lieferung kostet 900 bis 1.500 Euro, Full-Service 2.250 bis 4.000 Euro, jeweils ohne Getränke.
Was ein Rundum-Paket im Beispiel enthält
Wie ein Full-Service-Paket im Einzelfall aussieht, zeigt das Beispiel eines Partyservice. Das Basispaket kostet ab 44,90 Euro pro Person und gilt ab 50 Personen. Es enthält diese Leistungen:
- Getränke und ein Sektempfang, die Speisen buchen Sie getrennt dazu
- Servicepersonal für die Betreuung vor Ort
- Aufbau, Anrichten und Servieren
- Geschirr, Gläser und Besteck
- Tischdekoration mit Blumengestecken
- Reinigung und Müllentsorgung
- Abbau nach der Veranstaltung
Zusatzleistungen kosten extra. Im selben Beispiel liegt ein Kaffee- und Teeangebot bei 4,80 Euro pro Person, Mitternachtssnacks kosten 6 bis 11,50 Euro pro Person. Die Vorbereitung durch Personal, etwa das Eindecken der Tische, wird mit 45 Euro je Stunde und Mitarbeiter berechnet, zuzüglich An- und Abfahrt.
Wann sich Full-Service für Sie lohnt
Full-Service lohnt sich, wenn Sie an Ihrer eigenen Feier nicht gleichzeitig kochen, servieren und aufräumen wollen, oder wenn die Location keine eigene Küche und kein eigenes Personal hat. Dann bringt der Caterer Geschirr, Personal und Ausstattung mit und übernimmt auch den Abbau.
Teilservice reicht, wenn Sie schon Geschirr und Helfer haben und nur noch das Essen und vielleicht eine Servicekraft für den Abend brauchen. Dann sparen Sie die Posten, die Sie selbst abdecken, und tragen die Verantwortung für alles, was nicht im Angebot steht.
Bei sehr kleinen Runden lohnt sich das Rundum-Paket seltener. Die Fixkosten für Anfahrt, Planung und Abbau verteilen sich dann auf wenige Personen und heben den Preis pro Kopf an.
Was im Angebot einzeln stehen sollte
- Ein Beratungstermin vor der Feier, persönlich oder telefonisch
- Anzahl der Servicekräfte und die gebuchten Stunden
- Geschirr, Gläser und Besteck: inklusive oder als eigene Pauschale
- Uhrzeiten für Auf- und Abbau, inklusive Zeitpuffer
- Haftung bei Bruch oder Schäden während der Feier
- Versicherungsschutz des Caterers für Schäden in der Location
Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist für Caterer gesetzlich nicht vorgeschrieben. Sie schützt den Caterer, wenn er bei Auf- und Abbau in gemieteten Räumen etwas beschädigt. Fragen Sie vor der Buchung, ob der Caterer eine hat und ob sie Schäden in Ihrer Location abdeckt.
Klären Sie außerdem, wie lange die gebuchte Zeit für Auf- und Abbau reicht. Als Richtwert werden dafür etwa 30 Euro pro Stunde genannt, zuzüglich Wochenend- und Feiertagszuschlägen. Das summiert sich, wenn beides länger dauert als geplant.
Was eine Location bieten muss, damit ein Caterer dort arbeiten kann, und was sie dafür verlangen darf, steht im Artikel Catering in einer fremden Location.
Wie viel Personal Full-Service mitbringt
Wie viele Servicekräfte im Rundum-Preis stecken, hängt von der Servierform ab. Für ein Buffet rechnet die Branche mit einer Kraft je 25 bis 30 Gäste. Ein serviertes Menü braucht eine Kraft je 10 bis 15 Gäste, weil dort jeder Gang einzeln an den Tisch kommt.
Bei 60 Gästen am Buffet sind das rein rechnerisch zwei bis drei Servicekräfte, bei einem servierten Menü für dieselbe Gruppe vier bis sechs. Steht im Angebot nur das Wort Personal, fragen Sie konkret nach, wie viele Personen tatsächlich kommen und für wie viele Stunden.
Steht im Angebot eine Servicepauschale, stellt sich die Frage nach dem Trinkgeld. Ob es dann noch üblich ist und wie viel, erklärt der Artikel Trinkgeld und Servicepauschale beim Catering.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Full-Service-Catering und Teilservice?
Full-Service-Catering übernimmt Planung, Personal, Geschirr sowie Auf- und Abbau komplett. Teilservice übernimmt nur einen Teil davon, welchen, legt der Anbieter fest. Deshalb kostet Teilservice weniger als Full-Service mit 45 bis 80 Euro pro Person, je nachdem, welche Leistungen enthalten sind.
Ist eine reine Lieferung dasselbe wie Teilservice?
Nein, eine reine Lieferung bringt das Essen und baut es auf, bietet aber kein Servicepersonal während der Feier und keinen Abbau. Sie kostet mit 18 bis 30 Euro pro Person am wenigsten. Teilservice enthält schon einen Teil der zusätzlichen Leistungen und liegt preislich darüber.
Brauche ich für Full-Service-Catering eine eigene Küche in der Location?
Nicht unbedingt, denn beim Full-Service bringt der Caterer Ausstattung und Personal mit. Was die Location trotzdem bieten sollte, etwa Strom, Wasser und eine Zufahrt, klärt ein guter Caterer vorab mit Ihnen.
Wer haftet, wenn beim Aufbau etwas in der Location beschädigt wird?
Das hängt vom Einzelfall und vom Versicherungsschutz des Caterers ab.Eine Betriebshaftpflicht schützt den Caterer, wenn er in gemieteten Räumen etwas beschädigt. Fragen Sie vor der Buchung, ob der Caterer eine hat und ob sie Schäden in fremden Räumen abdeckt.
Ist Full-Service-Catering für eine kleine Feier mit 20 Gästen sinnvoll?
Es ist möglich, aber die Fixkosten für Planung, Anfahrt und Auf- und Abbau verteilen sich dann auf wenige Personen und heben den Preis pro Kopf. Bei kleinen Runden lohnt sich oft eher Teilservice oder eine reine Lieferung.
Warum ist Full-Service-Catering teurer als eine reine Lieferung?
Ein großer Teil des Aufpreises ist Arbeitszeit. Jede Servicekraft kostet mindestens den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro je Stunde, dazu kommen Anfahrt und Vorbereitung vor der Feier. Diese Arbeit fällt bei einer reinen Lieferung weg, deshalb ist sie günstiger.
